Wie du deine Methode findest.

Nicht alle lernen gleich. Und genau das ist kein Problem – sondern eine Stärke.
Viele Erwachsene glauben noch immer, sie seien „schlecht im Lernen“, weil sie früher in der Schule nicht gut zurechtkamen. In Wahrheit lag es oft daran, dass ihnen die passende Lernmethode gefehlt hat.

Warum Lerntypen wichtig sind

Unser Gehirn verarbeitet Informationen auf unterschiedliche Weise. Wenn du versuchst, mit einer Methode zu lernen, die nicht zu dir passt, fühlt sich Lernen anstrengend, frustrierend oder wirkungslos an.
Findest du hingegen deinen Lerntyp, wird Lernen klarer, leichter und nachhaltiger.

Der visuelle Lerntyp – Lernen durch Sehen

Visuelle Lerner merken sich Inhalte besonders gut über Bilder, Farben, Strukturen und Zusammenhänge.

Typische Merkmale:

  • Du denkst in Bildern oder Skizzen
  • Du magst Übersichten, Tabellen oder Mindmaps
  • Du erinnerst dich an das, was du „vor dir gesehen“ hast

Was hilft konkret:

  • Mindmaps und Sketchnotes
  • Farbiges Markieren von Texten
  • Diagramme, Zeitachsen, Schaubilder
  • Lernkarten mit Symbolen oder kleinen Zeichnungen

Tipp für den Abendunterricht:
Notizen klar strukturieren – lieber weniger Text, dafür mehr Übersicht.

Der auditive Lerntyp – Lernen durch Hören

Auditive Lerner nehmen Informationen besonders gut über Sprache, Klang und Rhythmus auf.

Typische Merkmale:

  • Du kannst dir Gesagtes gut merken
  • Du erklärst dir Dinge gern laut selbst
  • Du profitierst von Gesprächen und Diskussionen

Was hilft konkret:

  • Lernstoff laut vorlesen oder zusammenfassen
  • Eigene Audio-Notizen aufnehmen
  • Lerngruppen, mündliches Wiederholen
  • Erklärvideos oder Podcasts

Tipp:
Sprich Inhalte auf dem Heimweg innerlich oder leise durch – das festigt das Gelernte enorm.

Der motorische (kinästhetische) Lerntyp – Lernen durch Tun

Motorische Lerner brauchen Bewegung und Handlung, um Inhalte zu verankern.

Typische Merkmale:

  • Du wirst unruhig beim langen Sitzen
  • Du lernst besser, wenn du etwas „machst“
  • Du verbindest Wissen mit Körpergefühl

Was hilft konkret:

  • Lernkarten in der Hand halten
  • Beim Lernen aufstehen oder gehen
  • Schreiben statt nur lesen
  • Inhalte jemandem erklären oder nachspielen

Tipp:
Nutze Pausen bewusst für Bewegung – dein Gehirn arbeitet danach besser weiter.

Fazit

Die meisten Menschen sind Mischtypen – und das ist völlig normal.
Erlaube dir, auszuprobieren, was für dich funktioniert. Lernen darf zu dir passen – nicht umgekehrt.